4 Bilder: Plan Dachgeschoss, Rohbaufoto Dachstuhl-Teilansicht, Thermografie-Foto eines Hauses, Modernisiertes BadBau ei für

Um die Energieeffizienz im Gebäudebestand nachhaltig zu erhöhen, wird bei geförderten Vor-Ort-Beratungen das Wohngebäude darauf untersucht, ob und wie es unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebots zu einem Effizienzhaus saniert werden kann.  Eine Vor-Ort-Beratung in einem Ein- bis Zweifamilienhaus wird via Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit einem Zuschuss bis zu 400 Euro gefördert, bei Wohngebäuden ab drei Wohneinheiten sind es maximal 500 Euro. Zusätzlich können eine Stromeinsparberatung mit 50 Euro und eine thermografische Untersuchung mit bis zu 100 Euro unterstützt werden.

Was wird gefördert?

Förderfähig ist eine anbieterunabhängige Vor-Ort-Beratung, die Maßnahmenempfehlungen zum Ergebnis hat, die aufeinander abgestimmt auch bei schrittweiser Sanierung am Ende zu einem Gebäudezustand führen, der im Rahmen des Wirtschaftlichkeitsgebots als dauerhaft energetisch saniert angesehen werden kann.

Die Beratung erfolgt durch Übergabe und Erläuterung eines schriftlichen Beratungsberichtes. Dem Beratungsempfänger wird die Sanierung auf ein von der Kreditanstalt für Wiederaufbau - KfW - gefördertes Effizienzhausniveau empfohlen.  Dabei werden die Einzelschritte angegeben - auch wenn derzeit nicht alle Schritte auf einmal umgesetzt werden sollen. Wenn ein förderfähiges KfW-Effizienzhausniveau im Einzelfall nicht wirtschaftlich erreichbar ist, werden die Gründe dafür angegeben.

Es können auch thermografische Untersuchungsergebnisse in den Vor-Ort-Beratungsbericht integriert und gefördert werden. Auch eine Beratung zur Stromeinsparung wird bei Bedarf einbezogen.

Wie wird gefördert?

Der Zuschuss zur Vor-Ort-Beratung wird als Festbetrag an den antragstellenden Berater ausgezahlt.

Wer ist anspruchsberechtigt?

Anspruch auf eine Energiesparberatung vor Ort haben grundsätzlich alle Gebäude- oder Wohnungseigentümer, sofern sich die Beratung auf das gesamte Gebäude bezieht. Auch rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, der Wohnungswirtschaft sowie Agrarbetriebe sind anspruchsberechtigt, wenn ihre Umsätze gewisse Summen nicht überschreiten und sich die Beratung auf Wohngebäude bezieht. Ferner wendet sich das Programm an Einrichtungen mit gemeinnützigem, mildtätigem oder kirchlichem Charakter.

Welche Gebäude kommen in Frage?

Der Bauantrag muss vor dem 31.12.1994 gestellt oder die Bauanzeige erstattet worden sein. Mindestens 50 % der Gebäudefläche muss derzeit zu Wohnzwecken genutzt werden oder das Gebäude muss ursprünglich als Wohngebäude geplant und errichtet worden sein.

Welche Aufgaben habe ich als Energieberater?

Am Anfang steht die detaillierte Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes. In einem schriftlichen Gutachten fasse ich die Ergebnisse zusammen, schlage Maßnahmen vor, die insgesamt zu einem Effizienzhaus führen und berechne deren Wirtschaftlichkeit unter Berücksichtigung der Förderung. Das Gutachten wird verständlich geschrieben und enthält als Einleitung eine kurze Zusammenfassung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Bei einem persönlichen Gespräch gebe ich Ihnen als Ihr Energieberater Tipps, wie Sie die vorgeschlagenen Maßnahmen am besten und kostengünstigsten umsetzen können, und ich informiere über die Fördermöglichkeiten bei der Umsetzung.

Wer bietet Vor-Ort-Beratungen an? 

Das Ingenieurbüro EnuBau in Hildesheim biete Vor-Ort-Energieberatungen an.

Wie läuft das Antragsverfahren ab?

Es ist meine Aufgabe als Berater, den Antrag auf einen Zuschuss vor Beginn meiner Beratung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu beantragen. Das BAFA prüft den Antrag und zahlt - bei einem positivem Entscheid und soweit Haushaltsmittel vorhanden sind - den Zuschuss nach der Beratung direkt an den Energieberater aus.

weitere Informationen zum Thema

Sie können ein Beispiel eines Vor-Ort-Energieberatungsberichtes des Ingenieurbüros EnuBau per eMail anfordern.

Richtlinie über die Förderung der Energieberatung in Wohngebäuden vor Ort vom 11.6.2012, PDF: 414 KB

Quelle: Dieser Beitrag basiert auf: http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/Energieeffizienz-und-Energieeinsparung/energieeinsparung,did=9790.html – Abgerufen am 27.8.2013